Icinga

Icinga-Schnellstart mit IDOUtils

Einführung

[Anmerkung] Anmerkung

Anstatt Icinga von Grund auf zu installieren möchten Sie vielleicht ein Paket benutzen, das es möglicherweise für Ihr Betriebssystem gibt. Bitte werfen Sie einen Blick auf die Tabelle der Pakete.

Falls Sie aus den Sourcen installieren möchten, dann benutzen Sie bitte die offiziellen Release-Tarballs.

[Wichtig] Wichtig

Bitte benutzen Sie keine GIT-Snapshots, solange Sie kein Problem haben, das in der aktuellen Entwicklerversion ggf. gelöst ist.

Diese Schnellstartanleitung ist dazu gedacht, Ihnen einfache Anweisungen zu liefern, wie Sie Icinga innerhalb von 30 Minuten aus dem Quellcode installieren und Ihren lokalen Rechner damit überwachen.

Hier werden keine fortgeschrittenen Installationsoptionen vorgestellt - lediglich die Grundlagen, die für 95% aller Benutzer funktionieren, die anfangen wollen.

Diese Anleitung enthält Anweisungen für drei verschiedene Linux-Distributionen: Fedora, Ubuntu und openSuSE. Ähnliche Distributionen werden wahrscheinlich auch funktionieren, darunter RedHat, CentOS, Debian und SLES.

Wenn Sie planen, Icinga OHNE IDOUtils zu nutzen, dann lesen Sie statt dessen „Icinga-Schnellstart auf Linux“!

Was dabei herauskommt

Wenn Sie diesen Anweisungen folgen, werden Sie am Ende folgendes haben:

Voraussetzungen

Während einiger Teile der Installation benötigen Sie root-Zugang zu Ihrer Maschine.

IDOUtils benutzt die libdbi und die libdbi-Treiber für verschiedene Datenbanken. Die Development-Libraries werden ebenfalls benötigt. Die folgenden Beispiele zeigen, wie die IDOUtils mit libdbi für MySQL oder PostgreSQL installiert werden.

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Pakete installiert sind, bevor Sie fortfahren.

Optional

Zu irgendeiner Zeit möchten Sie wahrscheinlich SNMP-basierte Prüfungen verwenden, so dass es eine gute Idee ist, die benötigten Pakete gleich zu installieren. Anderenfalls werden die Plugins nicht kompiliert und sind nicht verfügbar, wenn Sie diese brauchen.

Neue Features für die IDOUtils:

SSL-Verschlüsselung zwischen idomod und ido2db

Wenn Sie SSL-Verschlüsselung verwenden möchten, werden zusätzlich die Pakete openssl und openssl-devel/libssl-dev benötigt!

[Anmerkung] Anmerkung

SSL muss auch bei allen idomod-Clients aktiviert werden, sonst gehen Daten verloren!!!

Oracle-Datenbankunterstützung

Wenn Sie Oracle als RDBMS einsetzen möchten, müssen Sie installieren:

Stellen Sie sicher, dass die Libraries in der Path-Variablen enthalten sind. Oder setzen Sie die den Oracle Library Path mit --with-oracle-lib=/path/to/instantclient

Download des ocilib-Treiber von http://orclib.sourceforge.net/ und verweisen Sie beim configure auf Ihre Oracle-Libraries und die Header-Files, z.B. die des Oracle Instant-Client:

 #> ./configure --with-oracle-headers-path=/path/to/instantclient/sdk/include \
    --with-oracle-lib-path=/path/to/instantclient/
 #> make
 #> make install

Icinga 1.4

Seit Icinga 1.4 wird mindestens Oracle 10gR2 benötigt. Ältere Versionen funktionieren möglicherweise, werden aber nicht unterstützt. Die Oracle-Skripte wurden geändert, um für Daten, Indexe und LOBs nun unterschiedliche Tablespaces zu nutzen. Aus diesem Grund gibt es die Notwendigkeit, den Tablespace-Namen anzugeben, den Sie benutzen möchten. Wenn Sie eine kleine Umgebung haben, dann können Sie für alle "defines" den gleichen Tablespace angeben. Sie müssen das neue Skript icinga_defines.sql auf Ihre Bedürfnisse anpassen, bevor Sie das Skript oracle.sql ausführen. Um Ihnen ein wenig Arbeit abzunehmen, gibt es ein neues Skript create_oracle_sys.sql, das Ihnen helfen soll, die benötigten Tablespaces und einen Icinga-Applikations-Benutzer anzulegen, das als SYS ausgeführt werden muss. Es benutzt außerdem icinga_defines.sql. Die Erzeugung von Objekten wurde von oracle.sql in das Skript create_icinga_objects_oracle.sql verlagert. Das alte oracle.sql wurde in ein "Master"-Skript umgewandelt und enthält per "include" Verweise auf alle anderen Skripte, die im aktuellen Verzeichnis erwartet werden. Aus diesem Grund sollten Sie sqlplus in diesem Verzeichnis starten, um oracle.sql auszuführen. Auf diese Weise erfolgt die Erzeugung von Benutzer und Tablespaces sowie die Erzeugung der Icinga-Tabellen in einem Schritt. Als ein All-in-one-Beispiel gibt es das neue Skript db/scripts/create_oracledb.sh. Passen Sie die Variablen auf Ihre Bedürfnisse an und freuen Sie sich. Wenn Sie es vorziehen, die Schritte als SYS selbst zu erledigen, dann entfernen Sie den Kommentar vor create_oracle_sys.sql und stellen Sie sicher, dass Ihr Icinga-Datenbankbenutzer und die Tabellen existieren und (mindestens) mit den gleichen Rechten definiert sind und dass die korrekten Einstellungen in icinga_defines.sql vorhanden sind.

Zeitzonenunterstützung

Ab Icinga 1.6 werden alle Zeit-/Datumsinformationen als lokale Zeitstempel in der Datenbank gespeichert. Vorher gab es für jedes Datenbanksystem unterschiedliche Vorgehensweisen beim Speichern und Abrufen der Daten, was schwierig für Frontend-Applikationen war. Deshalb wurden die Datentypen geändert: für MySQL von DATETIME in TIMESTAMP und für Oracle von DATE in LOCAL TIMESTAMP (0). PostgreSQL benutzt bereits TIMESTAMP, es wurde aber in TIMESTAMP WITH TIME ZONE geändert. IDO2DB wird die Sitzungszeitzone auf UTC setzen und alle Unix-Timestamps (die per Definition UTC sind) als UTC-basierte Werte speichern. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr System Unix-Timestamps als UTC-basierte Werte ausgibt (wie "date -u '+%s'").

[Anmerkung] Anmerkung

Stellen Sie sicher, dass Ihre Datenbanksitzung in der gleichen Zeitzone läuft, in der die existierenden Zeit-/Datumsinformationen gespeichert wurden (überprüfen Sie Ihre lokale Zeitzone, z.B. Oracle: "select sessiontimezone from dual;"), wenn Sie das Upgrade-Script laufen lassen. Zusätzlich für Ihre Bequemlichkeit sollten Sie in Oracle das Format der Sitzungszeitstempel auf den Wert zu setzen, den Sie wünschen, z.B. "alter session set nls_timestamp_format='YYYY-MM-DD HH24:MI:SS'; oder etwas ähnliches. Nun können Sie Einträge von verschiedenen Icinga-Installationen in unterschiedlichen Zeitzonen ansehen, die in der gleichen Datenbank gespeichert wurden, und unabhängig davon, von woher Sie darauf zugreifen, werden sie in Ihrer lokalen Zeitzone angezeigt.

Installation der Pakete

Sie können diese Pakete mit Hilfe der folgenden Befehle installieren (als root oder mit sudo).

[Anmerkung] Anmerkung

Unglücklicherweise ändern sich manchmal die Paketnamen zwischen verschiedenen Ausgaben der gleichen Distribution, so dass Sie die Suchoption Ihres Paket-Managers nutzen sollten, falls Sie die Fehlermeldung bekommen, dass eins der Pakete nicht gefunden wurde.

  • yum search <package name> (Fedora/RHEL/CentOS)
  • apt-cache search <package name> (Debian/Ubuntu)
  • zypper search <package name> (openSuSE/SLES)

Fedora / RedHat / CentOS:

 #> yum install httpd gcc glibc glibc-common gd gd-devel
 #> yum install libjpeg libjpeg-devel libpng libpng-devel
[Anmerkung] Anmerkung

ggf. sind libjpeg-turbo bzw. libjpeg-turbo-devel zu installieren

Debian / Ubuntu:

 #> apt-get install apache2 build-essential libgd2-xpm-dev
 #> apt-get install libjpeg62 libjpeg62-dev libpng12 libpng12-dev
[Anmerkung] Anmerkung

Die Zahlen <62/12> können je nach Distribution abweichen

[Anmerkung] Anmerkung

Ab Ubuntu 10.10 heißt das Paket libpng12-0, der Name des dev-Pakets ändert sich nicht.

openSuSE:

Bitte nutzen Sie YaST für die Installation der Pakete gd, gd-devel, libjpeg, libjpeg-devel, libpng, libpng-devel und -optional- net-snmp, net-snmp-devel und perl-Net-SNMP.

Die Nutzung von zypper sollte ebenfalls funktionieren:

 #> zypper install gd gd-devel libjpeg libjpeg-devel libpng libpng-devel
 #> zypper install net-snmp net-snmp-devel perl-Net-SNMP
[Anmerkung] Anmerkung

Die devel-Pakete sind ggf. auf den SDK-DVDs zu finden.

Bei alten OpenSuSE- (SLES) Version einschließlich Version 10 ist es ziemlich wahrscheinlich, dass es keine libdbi-Packages gibt, so dass Sie die Sourcen herunterladen und kompilieren müssen. Ersetzen Sie dabei <rdbm> durch Ihr RDBM wie mysql oder pgsql. Bitte beachten Sie, dass der Oracle-Treiber noch nicht funktioniert. Lesen Sie daher den entsprechenden Abschnitt zu ocilib (anstatt libdbi).

  1. Laden Sie die tar.gz-Dateien herunter und entpacken Sie diese

    http://libdbi.sourceforge.net/download.html

    http://libdbi-drivers.sourceforge.net/download.html

     #> tar xvzf libdbi-0.8.3.tar.gz
     #> tar xvzf libdbi-drivers-0.8.3-1.tar.gz
  2. Installieren Sie die libdbi. Möglicherweise brauchen Sie beim configure weitere Optionen (set --prefix=/usr ... )

     #> cd libdbi-0.8.3
     #> ./configure --disable-docs
     #> make
     #> make install
  3. Installieren Sie die libdbi-Treiber

     #> cd libdbi-drivers-0.8.3-1
     #> ./configure --with-<rdbm> --disable-docs
     #> make
     #> make install
    [Anmerkung] Anmerkung

    Bei den 64-bit-Versionen müssen Sie die Pfade zu den include- und lib-dir-Verzeichnissen explizit angeben:

     #> ./configure --with-<rdbm> \
        --with-<rdbm>-incdir=/usr/include/<rdbm>/ \
        --with-<rdbm>-libdir=/usr/lib64/ --disable-docs

Benutzerinformationen erstellen

Werden Sie zum root-Benutzer.

 $> su -l

Erstellen Sie ein neues Benutzerkonto icinga und vergeben Sie ein Passwort:

 #> /usr/sbin/useradd -m icinga 
 #> passwd icinga  

Bei einigen Distributionen müssen Sie die Gruppe in einem gesonderten Schritt anlegen:

 #> /usr/sbin/groupadd icinga

Damit Sie über das klassische Web-Interface Befehle an Icinga senden können, legen Sie noch eine neue Gruppe icinga-cmd an und fügen Sie den Webbenutzer und den Icingabenutzer dieser Gruppe hinzu.

 #> /usr/sbin/groupadd icinga-cmd
 #> /usr/sbin/usermod -a -G icinga-cmd icinga
 #> /usr/sbin/usermod -a -G icinga-cmd www-data

(oder www, wwwrun, apache je nach Distribution)

[Anmerkung] Anmerkung

Bei einigen usermod-Versionen (z.B. OpenSuSE 11 bzw. SLES 11) fehlt die Option -a. In diesen Fällen kann sie entfallen.

[Wichtig] Wichtig

Solaris unterstützt nur Gruppennamen bis max. 8 Zeichen, verwenden Sie icingcmd anstelle von icinga-cmd.

Icinga und die Plugins herunterladen

Wechseln Sie in Ihr lokales Source-Verzeichnis, z.B. /usr/src

 #> cd /usr/src

Laden Sie die Sourcen von der Icinga Website.

Vergessen Sie nicht die Nagios Plugins.

Icinga und die IDOUtils kompilieren und installieren

Entpacken Sie das Icinga-Archiv

 #> cd /usr/src/ 
 #> tar xvzf icinga-1.6.tar.gz 
 #> cd icinga-1.6
[Anmerkung] Anmerkung

Dieser absolute Pfad ist gemeint, wenn im Nachfolgenden von '/path/to/icinga-src/' die Rede ist.

Führen Sie das Icinga-configure-Script aus. Durch die Nutzung des --help-Flags erhalten Sie Hilfe zu den Optionen.

 #> ./configure --with-command-group=icinga-cmd --enable-idoutils
[Wichtig] Wichtig

Das Kompilieren auf Solaris kann wegen unerfüllten Bibliotheksabhängigkeiten von gethostbyname fehlschlagen. Wenn dies der Fall ist, führen Sie folgenden Befehl vor configure aus:

 #> export LIBS=-lsocket -lnsl
[Anmerkung] Anmerkung

Auch mit PostgreSQL sollten Sie nicht den Parameter --enable-pgsq verwenden, denn dieser wird noch nicht unterstützt.

Mit SSL-Verschlüsselung:

 #> ./configure --with-command-group=icinga-cmd --enable-idoutils --enable-ssl

Mit Oracle-Datenbankunterstützung:

 #> ./configure --with-command-group=icinga-cmd \
    --enable-idoutils --enable-oracle

Wenn Ihre Oracle Libraries nicht in der Path-Variablen enthalten sind, können Sie sie im configure angeben:

 #> ./configure --with-command-group=icinga-cmd \
    --enable-idoutils --enable-oracle \
    --with-oracle-lib=/path/to/instantclient

Wenn Sie die ocilib nicht im Standardpfad (/usr/local) installiert haben, können Sie configure die lib/inc Verzeichnisse angeben:

 #> ./configure --with-command-group=icinga-cmd \
    --enable-idoutils --enable-oracle \
    --with-ocilib-lib=/path/to/ocilib/lib --with-ocilib-inc=/path/to/ocilib/include

[Anmerkung] Anmerkung

Wenn Sie von einer Oracle-Datenbank auf ein anderes RDBMS wechseln möchten, dann müssen Sie die IDOUtils erneut kompilieren und installieren!

 #> make distclean
 #> ./configure --enable-idoutils

Kompilieren und Installieren

Kompilieren Sie den Icinga-Source-Code. Es gibt auch eine extra Option für IDOUtils (make idoutils), wenn Sie nur dieses Module erneut kompilieren möchten. Um mögliche Optionen zu sehen, rufen Sie lediglich "make" auf.

 #> make all

Installieren Sie die Binaries, das Init-Script, Beispiel-Konfigurationsdateien und setzen Sie die Berechtigungen für das External-Command-Verzeichnis.

 #> make install 
 #> make install-init 
 #> make install-config 
 #> make install-commandmode 
 #> make install-idoutils

oder kürzer

 #> make fullinstall
 #> make install-config
[Anmerkung] Anmerkung

Ab Icinga 1.5.0 ist make install-config NICHT mehr in make fullinstall enthalten, um ein versehentliches Überschreiben der Konfigurationsdateien zu verhindern.

[Anmerkung] Anmerkung

Installieren Sie die IDOUtils und andere Ereignis-Broker-Module nur mit dem primären Ziel make install. Manuelles Kopieren und Überschreiben des vorhandenen Moduls erzeugt einen Segfault des Icinga Kerns mit Hilfe von idomod.o, da eine Verwendung einer temporären Kopie explizit verhindert werden soll. Dies ist nützlich für OMD

[Anmerkung] Anmerkung

Die Icinga-API diente als eine in PHP geschriebene Datenbank-Abstraktionsschicht. Seit Icinga ist sie durch eine interne Datenbank-Abstraktionsschicht ersetzt worden, so dass Icinga-API nicht mehr installiert werden muss.

Bitte starten Sie Icinga noch nicht - es gibt noch ein paar Dinge zu tun...

Anpassen der Konfiguration

Beispiel-Konfigurationsdateien werden durch

 #> make install-config

in /usr/local/icinga/etc/ installiert.

Ändern Sie die /usr/local/icinga/etc/objects/contacts.cfg-Konfigurationsdatei mit Ihrem bevorzugten Editor und passen die e-Mail-Adresse in der icingaadmin-Kontaktdefinition an, so dass sie die Adresse enthält, die im Falle von Alarmen benachrichtigt werden soll.

 #> vi /usr/local/icinga/etc/objects/contacts.cfg
 #> cd /usr/local/icinga/etc
 #> mv idomod.cfg-sample idomod.cfg
 #> mv ido2db.cfg-sample ido2db.cfg

Wenn Sie die IDOUtils mit ssl kompiliert haben, aktivieren Sie ssl in der idomod.cfg mit

 use_ssl=1
 output_type=tcpsocket
 output=127.0.0.1

(Passen Sie die IP-Adresse an, wenn sich Ihre Datenbank nicht auf localhost befindet!) und der ido2db.cfg mit

 use_ssl=1
 socket_type=tcp 
[Anmerkung] Anmerkung

Vergessen Sie nicht, alle anderen idomod-Clients auch neu zu kompilieren und auf ssl umzustellen, anderenfalls werden Sie Daten verlieren!!!

Aktivieren des idomod-Eventbroker-Moduls

[Wichtig] Wichtig

Unter normalen Umständen gibt es im modules-Unterverzeichnis bereits die folgende module-Definition, so dass Sie keine Änderungen an der Hauptkonfigurationsdatei vornehmen müssen.

 define module{
        module_name    ido_mod
        path           /usr/local/icinga/bin/idomod.o
        module_type    neb
        args           config_file=/usr/local/icinga/etc/idomod.cfg
        }
Das bedeutet auch, dass ein entsprechender broker_module-Eintrag nicht aktiviert werden darf!

Installieren und konfigurieren des klassischen Web-Interface

Icinga stellt das klassische Web-Interface zur Verfügung ("Classic Web", "die CGIs"). Sie können dieses wie folgt installieren:

 #> cd /path/to/icinga-src
 #> make cgis
 #> make install-cgis
 #> make install-html

Wenn Sie (zusätzlich) das neue Icinga-Web installieren wollen, lesen Sie bitte Installation des Web-Interface.

Installieren Sie die Icinga-Web-Konfigurationsdatei im Apache conf.d-Verzeichnis.

 #> cd /path/to/icinga-src
 #> make install-webconf

Legen Sie ein icingaadmin-Konto an, um sich am klassischen Web-Interface anmelden zu können. Merken Sie sich das Passwort, das Sie diesem Konto geben - Sie brauchen es später.

 #> htpasswd -c /usr/local/icinga/etc/htpasswd.users icingaadmin
[Anmerkung] Anmerkung

Abhängig von der Apache-Version müssen Sie ggf. htpasswd2 verwenden.

Wenn Sie das Passwort später ändern oder einen weiteren Benutzer hinzufügen möchten, verwenden Sie den folgenden Befehl:

 #> htpasswd /usr/local/icinga/etc/htpasswd.users <USERNAME>

Starten Sie Apache neu, damit die Änderungen wirksam werden.

Fedora / RHEL / CentOS:

 #> service httpd restart

Ubuntu / openSuSE:

 #> service apache2 restart

Debian:

 #> /etc/init.d/apache2 reload
[Anmerkung] Anmerkung

Prüfen Sie die Implementierung der verbesserten CGI-Sicherheitsmaßnahmen wie hier beschrieben, um sicherzustellen, dass Ihre Web-Authentifizierungsinformationen nicht kompromittiert werden.

Kompilieren und installieren der Nagios-Plugins

Entpacken Sie die Nagios-Plugins-Quellcode-Archivdatei.

 #> cd /usr/src
 #> tar xzf nagios-plugins-1.4.15.tar.gz
 #> cd nagios-plugins-1.4.15

Kompilieren und installieren Sie die Plugins.

 #> ./configure --prefix=/usr/local/icinga --with-cgiurl=/icinga/cgi-bin \
    --with-htmurl=/icinga --with-nagios-user=icinga --with-nagios-group=icinga
 #> make
 #> make install

Anpassen der SELinux-Einstellungen

RHEL und ähnliche Distributionen wie Fedora oder CentOS werden mit installiertem SELinux (Security Enhanced Linux) ausgeliefert und laufen im "Enforcing"-Modus. Dies kann zu "Internal Server Error"-Fehlern führen, wenn Sie versuchen, die Icinga-CGIs aufzurufen.

Schauen Sie, ob SELinux im Enforcing-Modus läuft.

 #> getenforce

Setzen Sie SELinux in den "Permissive"-Modus.

 #> setenforce 0

Damit diese Änderung dauerhaft wird, müssen Sie diese Einstellung in /etc/selinux/config anpassen und das System neustarten.

Statt SELinux zu deaktivieren oder es in den Permissive-Modus zu versetzen, können Sie den folgenden Befehl benutzen, um die CGIs im Enforcing/Targeted-Modus laufen zu lassen:

 #> chcon -R -t httpd_sys_script_exec_t /usr/local/icinga/sbin/
 #> chcon -R -t httpd_sys_content_t /usr/local/icinga/share/
 #> chcon -t httpd_sys_script_rw_t /usr/local/icinga/var/rw/icinga.cmd

Besuchen Sie das NagiosCommunity.org-Wiki unter http://www.nagioscommunity.org/wiki, um Informationen darüber zu erhalten, wie die Icinga-CGIs im Enforcing-Modus mit einer Targeted-Richtlinie ausgeführt werden.

IDOUtils und Icinga starten

IDOUtils muss vor Icinga gestartet werden

IDOUtils starten

Fedora / openSuSE/Ubuntu:

 #> service ido2db start

Debian:

 #> /etc/init.d/ido2db start 

IDOUtils beenden

Fedora / openSuSE/Ubuntu:

 #> service ido2db stop

Debian:

 #> /etc/init.d/ido2db stop

Automatischer Start von IDOUtils

Fügen Sie IDOUtils zu der Liste der System-Services hinzu und sorgen Sie für einen automatischen Start, wenn das System hochfährt (stellen Sie sicher, dass Sie vorher das Init-Script installiert haben).

Fedora / openSuSE:

 #> chkconfig --add ido2db
 #> chkconfig ido2db on 

Debian / Ubuntu:

 #> update-rc.d ido2db defaults

Icinga starten:

Start von Icinga

Überprüfen Sie die Icinga-Beispielkonfigurationsdateien.

 #> /usr/local/icinga/bin/icinga -v /usr/local/icinga/etc/icinga.cfg

Wenn es dabei keine Fehler gibt, starten Sie Icinga.

Fedora / openSuSE/Ubuntu:

 #> service icinga start

Debian:

 #> /etc/init.d/icinga start

Automatischer Start von Icinga

Fügen Sie Icinga zu der Liste der System-Services hinzu und sorgen Sie für einen automatischen Start, wenn das System hochfährt (stellen Sie sicher, dass Sie vorher das Init-Script installiert haben).

Fedora / openSuSE:

 #> chkconfig --add icinga 
 #> chkconfig icinga on 

Debian / Ubuntu:

 #> update-rc.d icinga defaults

Anpassen der SELinux-Einstellungen

Fedora wird mit installiertem SELinux (Security Enhanced Linux) ausgeliefert und läuft im "Enforcing"-Modus. Dies kann zu "Internal Server Error"-Fehlern führen, wenn Sie versuchen, die Icinga-CGIs aufzurufen.

Schauen Sie, ob SELinux im Enforcing-Modus läuft.

 #> getenforce

Setzen Sie SELinux in den "Permissive"-Modus.

 #> setenforce 0

Damit diese Änderung dauerhaft wird, müssen Sie diese Einstellung in /etc/selinux/config anpassen und das System neustarten.

Statt SELinux zu deaktivieren oder es in den Permissive-Modus zu versetzen, können Sie den folgenden Befehl benutzen, um die CGIs im Enforcing/Targeted-Modus laufen zu lassen:

 #> chcon -R -t httpd_sys_content_t /usr/local/icinga/sbin/
 #> chcon -R -t httpd_sys_content_t /usr/local/icinga/share/

Besuchen Sie das NagiosCommunity.org-Wiki unter http://www.nagioscommunity.org/wiki, um Informationen darüber zu erhalten, wie die Icinga-CGIs im Enforcing-Modus mit einer Targeted-Richtlinie ausgeführt werden.

Anmelden am klassischen Web-Interface

Sie sollten nun auf das klassische Icinga-Web-Interface zugreifen können. Sie werden nach dem Benutzernamen (nagiosadmin) und Passwort gefragt, das Sie vorhin angegeben haben.

 http://localhost/icinga/

oder

 http://yourdomain.com/icinga/

Klicken Sie auf den "Service Detail"-Verweis in der Navigationsleiste, um Details darüber zu erhalten, was auf Ihrer lokalen Maschine überwacht wird. Es wird ein paar Minuten dauern, bis Icinga alle mit Ihrer Maschine verbundenen Services geprüft hat, weil die Prüfungen über eine gewisse Zeit verteilt werden.

Andere Anpassungen:

Stellen Sie sicher, dass die Firewall-Einstellungen Ihrer Maschine einen Zugriff auf das klassische Web-Interface ermöglichen, wenn Sie von anderen Rechnern darauf zugreifen wollen.

 #> iptables -A INPUT -p tcp -m tcp --dport 80 -j ACCEPT

Die Konfiguration von e-Mail-Benachrichtigungen ist nicht Gegenstand dieser Anleitung. Icinga ist konfiguriert, um e-Mail-Benachrichtigungen zu versenden, aber möglicherweise ist auf Ihrem System noch kein Mail-Programm installiert bzw. konfiguriert. Schauen Sie in Ihre Systemdokumentation, suchen Sie im Web oder gucken Sie im NagiosCommunity.org-Wiki nach genauen Anweisungen, wie Ihr System konfiguriert werden muss, damit es e-Mail-Mitteilungen an externe Adressen versendet. Mehr Informationen zu Benachrichtigungen finden Sie hier

Fertig

Glückwunsch! Sie haben erfolgreich Icinga installiert. Ihre Reise in die Überwachung hat gerade begonnen. Sie werden ohne Zweifel mehr als nur Ihre lokale Maschine überwachen wollen, so dass Sie u.a. das folgende Kapitel lesen sollten...